Kategorie-Archiv: Domain Grundwissen

Domain Grundlagen

Dreistellige .ch Domains

Viele dreistellige .ch-Domains (LLL.ch) sind noch frei. Zum Beispiel FXZ.ch, QOE.ch, UWQ.ch usw.

Das liegt daran, dass Buchstaben wie X, Q und Y nicht sehr gängig im allgemeinen Sprachgebrauch sind, und wenige Firmen diese Buchstaben als Anfang ihres Namens tragen (Ausnahmen gibt es natürlich immer).

Gute dreistellige .ch Domains sind allerdings sehr beliebt und gefragt. Daher habe ich hier mal eine Liste verkaufter 3-stelliger .ch Domains zusammengestellt (Offizielle Verkaufspreise Sedo.com, Preise in EURO und ohne Gewähr):

2007 – 2011:
NEC.ch 1’224.-
GIF.ch 480.-
IDO.ch 141.-
DVP.ch 147.-
RNP.ch 1009.-
GNM.ch 147.-
PPL.ch 204.-
SKY.ch 14’850.-
BNS.ch 1’000.-
EMZ.ch 1’000.-
SFR.ch 6’000.-
HPI.ch 2’500.-
WEP.ch 1’500.-
LED.ch 10’000.-
ADM.ch 3’100.-
OSP.ch 2’000.-
AAW.ch 1’500.-
RFO.ch 985.-
WFA.ch 985.-
SKI.ch 7’000.-
QEC.ch 1’000.-

2012:
CDM.ch 1’600.-
MUW.ch 1’143.-
LGB.ch 1’143.-
UWP.ch 1’525.-
NCH.ch 1’638.-
KMG.ch 1’500.-
ATZ.ch 1’000.-
MOO.ch 1’000.-
VBA.ch 800.-
BZA.ch 1’500.-
ECU.ch 744.-
1TV.ch 3’720.-
LVP.ch 12’000.-
WHI.ch 14’000.-
LCN.ch 1’550.-
WVP.ch 1’250.-
TPO.ch 1’850.-
MDH.ch 1’500.-
CHD.ch 1’000.-
GCF.ch 950.-

2013:
SPR.ch 1’850.-
FTW.ch 950.-
GES.ch 1’699.-
ADS.ch 4’950.-
TFO.ch 1’730.-
TBD.ch 1’920.-
BWC.ch 1’190.-
OEV.ch 799.-
QUO.ch 1’730.-
OFT.ch 2’500.-
ZAT.ch 2’000.-
SPJ.ch 850.-
LAM.ch 888.-
MCQ.ch 750.-
EBC.ch 1’999.-
JFB.ch 1’250.-
EBW.ch 850.-
CMG.ch 1’950.-
KMH.ch 749.-
FWG.ch 700.-
NHA.ch 1’495.-
SWA.ch 2’121.-
JOM.ch 2’950.-

1. bis 7. 2014:
DIT.ch 2’500.-
TOW.ch 950.-
BEC.ch 1’450.-
SFP.ch 3’200.-
NKP.ch 1’120.-
LIX.ch 950.-
WOO.ch 2’000.-

Der Durchschnittspreis liegt somit  bei ca. 2’228.- Euro. Natürlich auch dank ein paar schönen fünfstelligen Verkäufen. Andererseits wurden im Jahr 2007-2008 einige dreistellige Domains sehr günstig verkauft.
Der Totalbetrag offiziell verkaufter 3stelliger .ch Domains liegt bei ca. 158’225.- Euro.

Möchten Sie auch eine dreistellige Domain kaufen?

Hier werden Sie fündig und bezahlen faire Preise:

Dreistellige Domains

Die Top 50 der teuersten Domains aller Zeiten

Hier eine Liste der (offiziellen) 50 Top-Domainverkäufe der letzten Jahre:

1     sex.com     $13,000,000      November 2010
2     hotels.com     $11,000,000         September 2001
3     fund.com     $9,999,950       März 2008
4     porn.com     $9,500,000       Mai 2007
5     fb.com     $8,500,000        September 2010
6     diamond.com     $7,500,000          Mai 2006
7     beer.com     $7,000,000       Januar 2004
8     casino.com     $5,500,000         November 2003
9     slots.com     $5,500,000         Juni 2010
10     toys.com     $5,100,000          März 2009
11     korea.com     $5,000,000          Januar 2000
12     clothes.com     $4,900,000         Januar 2008
13     ig.com     $4,700,000         September 2013
14     freeporn.com     $4,000,000         Februar 2008
15     yp.com     $3,850,000         November 2008
16     shop.com     $3,500,000      November 2003
17     wine.com     $3,300,000          September 2003
18     software.com     $3,200,000          Dezember 2005
19     vodka.com     $3,000,000          Dezember 2006
20     loans.com     $3,000,000        Januar 2000
21     candy.com     $3,000,000        Juni 2009
22     wines.com     $2,900,000          Juli 2004
23     creditcards.com     $2,750,000         Juni 2004
24     pizza.com     $2,605,000         April 2008
25     social.com     $2,600,000         Juli 2011
26     tom.com     $2,500,000        Dezember 1999
27     Investing.com     $2,450,000       November 2012
28     coupons.com     $2,200,000        Januar 2000
29     autos.com     $2,200,000        Dezember 1999
30     114.com     $2,100,000        Juli 2013
31     england.com     $2,000,000        Dezember 1999
32     express.com     $2,000,000          März 2000
33     telephone.com     $2,000,000          Januar 2000
34     savings.com     $1,900,000         Februar 2003
35     seniors.com     $1,800,000         Juni 2007
36     mortgage.com     $1,800,000          März 2000
37     dating.com     $1,750,000          Juni 2010
38     auction.com     $1,700,000         März 2009
39     datarecovery.com     $1,659,000        März 2008
40     branson.com     $1,600,000          Juni 2006
41     ticket.com     $1,525,000       Oktober 2009
42     tandberg.com     $1,500,000         Februar 2007
43     cameras.com     $1,500,000         November 2006
44     deposit.com     $1,500,000        Februar 2000
45     fly.com     $1,500,000       November 1999
46     marketingtoday.com     $1,500,000          September 2005
47     russia.com     $1,500,000        Dezember 2009
48     vip.com     $1,400,000       Dezember 2003
49     men.com     $1,320,000       Februar 2000
50     photo.com     $1,250,000          Mai 2010

Domainhandel Grundwissen Teil 8 – Glossar

Domain-Glossar

Hier werden einige Domain-Fachbegriffe erläutert:

DNS (Name-Server / Domain Name Server)
Domain Name System. Ans Internet angeschlossene Rechner kommunizieren untereinander mittels Internet Protocol (IP) und haben mindestens eine IP-Adresse, die jeden Rechner eindeutig identifiziert. Dies ist eine Nummer wie z.B. 130.59.211.10. Weil man sich solche Nummern schlecht merken kann, wurde das “Domain Name System” DNS entworfen, damit die Benutzer im Internet Wörter oder Namen verwenden können.

Domain
Domain-Namen sind eine Adressierungsmethode, um Rechner im Internet zu identifizieren. Sie ermöglicht es den Benutzern, statt Zahlenreihen (IP-Adressen) Wörter und Begriffe zu verwenden.

Hostname
Der Hostname ist der Name, der einen Rechner in seinem Netzwerk eindeutig bezeichnet. In einem URL steht der Hostname gerade nach der Angabe des Protokolls und vor dem Domain-Namen. Oft wird der Hostname nach dem Verwendungszweck des Rechners vergeben. Bekanntestes Beispiel dafür ist das “www” in URLs. Diese Bezeichnung hat sich eingebürgert als Hostname jenes Rechners, auf dem der Dienst WWW läuft, also des Webservers.

ICANN
Internet Corporation for Assigned Names and Numbersico_exlink_last. ICANN koordiniert die Zuteilung der folgenden Bezeichnungen, die für das Funktionieren des Internets weltweit eindeutig sein müssen:

  • Domain-Namen
  • IP-Adressen
  • Protokoll-Parameter und Port-Nummern

Zusätzlich koordiniert ICANN den stabilen Betrieb des Root Name Server Systems im Internet.

IDN
Internationalized Domain Names. Dies sind Domain-Namen, die andere als die bisher erlaubten ASCII-Zeichen enthalten können, z.B. Zeichen mit Umlauten und Akzenten.

IP
IP ist die Abkürzung für Internet Protocol, ein in Computernetzwerken weit verbreitetes Netzwerkprotokoll. IP-Adressen erlauben eine logische Adressierung von Geräten (Hosts) in IP-Netzwerken wie z.B. dem Internet.

Provider (ISP)
Ein Internet Service Provider (ISP) stellt den Zugang zum Internet zur Verfügung.

Second Level Domain
Die zweitoberste Hierarchiestufe im DNS. In einem URL steht der Second Level Domain links von der Top Level Domain.

TLD
Die oberste Hierarchiestufe im DNS. In einem Domain-Namen steht der Top Level Domain ganz rechts. Man unterscheidet zwischen allgemeinen TLDs (Generic Top Level Domains, gTLDs) und länderspezifischen TLDs (Country Code Top Level Domains, ccTLDs). Beispiele für gTLDs: com (commercial), org (organisation), net (network). Beispiele für ccTLDs: ch (Schweiz), li (Liechentstein), de (Deutschland), fr (Frankreich), it (Italien). Die Bezeichnungen der ccTLDs entsprechen der Norm ISO-3166.

ccTLD
Country Code Top Level Domain ccTLD
Siehe “TLD”

CNOBI
CNO ist die allgemein gebräuchliche Abkürzung für .com, .net, .org und .biz Domains. Dies sind die am häufigsten eingesetzten Domainendungen, weshalb man hierfür den begriff CNOBI verwendet. Da diese Domains am häufigsten eingesetzt werden, spielen diese Domains auch für Suchmaschinenoptimierung eine tragende Rolle.

gTLD
Generic Top Level Domains
Siehe “TLD”

nTLD
New Top Level Domains

Transfercode / Auth-Code
Bei Domainnamen mit bestimmten Endungen (z.B. .de oder .info) benötigen wir den sogenannten Authcode (auch Authinfo, EPP Key, Domain Key) genannt, um den Providerwechsel starten zu können.
Da nur der Domaininhaber diesen Authcode kennt soll darüber sichergestellt werden, dass keine unrechtmäßige Domainübernahme erfolgen kann. Das bedeutet jedoch nicht, dass Ihnen Ihr Provider den Authcode automatisch mitteilt. Meist müssen Sie gezielt danach fragen und häufig wird er Ihnen auch erst mitgeteilt, wenn Sie Ihre Domain bereits gekündigt haben.

URL
Uniform Resource Locator. Eine standardisierte Methode, wie Ressourcen im Internet (z.B. eine Webseite) aufgefunden werden können. URLs identifizieren eine Ressource über den Zugriffsmechanismus (Übertragungsprotokoll, z.B. http) und den Ort der Datei. Man könnte einen URL also als Adresse eines Dokuments bezeichnen.

Webseite / Website
Mit Website (engl. Web Site: Ort, Standort im Web) wird ein Webauftritt als Ganzes bezeichnet. Die Webseite ist eine einzelne Seite dieses Auftritts.

Webserver
Ein Webserver ist ein Programm bzw. Netzwerkdienst auf einem mit dem Internet verbundenen Computer (Server), das auf Anfrage (z.B. eines Browsers) die gewünschten Dokumente (z.B. eine Webseite und ihre Grafiken) als Antwort zurückliefert.

Whois
Whois ist ein Dienst, mit dem Informationen zu Internet-Domains und IP-Adressen und deren Inhabern abgefragt werden können.

www
World Wide Web, der heute bekannteste Internetdienst. Das auf Hypertext basierende Informationssystem WWW wurde 1992 von Tim Berners-Lee am Kernforschungsinstitut CERN in der Schweiz entwickelt. Unter Hypertext versteht man eine netzartige Struktur von Texten und anderen Inhalten, die mittels Verweisen (Hyperlinks) miteinander verbunden sind. Hypertext-Dokumente haben zur Identifizierung innerhalb des Internets eine Adresse (URL). Dadurch wird eine eindeutige Bezeichnung aller Dokumente im Internet möglich, wobei es sich nicht nur um Text, sondern auch um multimediale Elemente wie Bild-, Video- und Audioinformationen handeln kann.

Zonefile
Das Zonenfile für die Top Level Domain ch beinhaltet eine Liste aller aktiven .ch Domain-Namen mit den Angaben der zuständigen Name-Server. Dieses Zonenfile befindet sich auf den Name-Servern für die TLD ch. Dasselbe gilt für die TLD li. Die Informationen zu den Name-Servern der einzelnen Domain-Namen kommen aus der Datenbank von SWITCH. Das Zonenfile wird stündlich aktualisiert.

Quellen: www.nic.ch, www.wikipedia.ch, www.dmsolutions.de

Domainhandel Grundwissen Teil 7 – Domainkauf und Snapping

Heute geht’s um den Domainankauf und Domain Snapping.

Auch wenn ich in Gefahr laufe, mir damit Konkurrenz zu schaffen, wäre ich damals froh gewesen wenn ich mehr Infos über dieses Thema gefunden hätte.

Domainankauf

Sehr viel gibt es eigentlich über den Domainkauf nicht zu sagen.
Meistens ist es sinnvoller, sich ein Budget vorzunehmen und damit gute Domains zu kaufen, statt wie wild eine freie Domain nach der anderen zu registrieren.
Leider steckt der Domainhandel in der Schweiz noch in Kinderschuhen und kaum ein Verkäufer hat genug Erfahrung, um die Preise für seine Domains realistisch anzusetzen.
Auf Sedo und Co sind meiner Meinung nach immer noch 80% aller .ch Domains nicht verkaufbar, da Schrott, oder der Preis ist viel zu hoch angesetzt.
Bevor du also irgendwo eine Domain für Fr. 5000.- erwirbst, überlege dir vorher gut, ob die Domain soviel Wert ist, ob du bei einem Verkauf noch Gewinn machen kannst und ob sie überhaupt für einen Endkunden interessant sein könnte.
Es ist ausserdem kaum mehr möglich, auf einer Verkaufsplattform ein Schnäppchen zu finden, da erfahrene Domainer gute Domains meist nicht billig hergeben. Günstige Domains von unerfahrenen Verkäufern sind andererseits meistens innert einiger Minuten schon verkauft.

Eine gute Alternative zum Kauf von Domains sind daher die Domain-Foren, die ich im vorherigen Beitrag erwähnt habe. Hier stellen Domainer teilweise komplette Portfolios zu stark reduzierten Preisen ein. Auch einzelne Domains werden oft zu Resellerpreisen angeboten. Persönlich habe ich die Erfahrung gemacht dass viele dieser Domains mit etwas Arbeit für den doppelten Preis wieder verkauft werden können. Also lieber mal die Registrierungsgebühren für zwei freie Domain sparen und dafür eine bessere kaufen, es wird sich lohnen.

Natürlich kannst du dich trotzdem auf Sedo, Domainspot und Co umschauen, teilweise sind auch Perlen für unter 500.- zu finden.

Auch sinnvoll ist der Kauf von Projekten, also Domains, die schon mit Inhalten versehen sind. Meistens weisen diese bereits Besucher und evtl. Umsatz auf, und sind einfacher wieder zu verkaufen. Wenn sie auf Google gut ranken umso mehr.

Beachte beim Kauf auf jedenfall die Kriterien, die du von den freien Domain kennst (Suchvolumen, andere Endungen, Markenrechte usw.).

Domain Snapping

Was ist Domain Snapping?
Einige Internet-Firmen haben sich auf das snappen von Domains konzentriert.
Dabei wird der Status aller (oder ein grosser Teil) besetzter Domains einer TLD 24 Stunden am Tag überwacht. Wenn eine Domain frei wird, versucht der Anbieter, diese für sich wieder zu registrieren. Dies erfolgt meist im Auftrag seiner Kunden.
Da jede Domain nach dem löschen eine “pending delete”-Phase hat (bei .ch Domains sind es 14 Tage) werden solche Domains auf Listen veröffentlicht und können von Interessenten begutachtet werden. Mit einem Biet-System kann nun auf die interessanten Domains geboten werden. Wenn man höchstbietender ist, heisst es aber noch nicht dass man die Domain auch bekommt. Da es mehrere Snapping-Dienste gibt, und manchmal die Domains auch wieder vom ursprünglichen Besitzer zurückregistriert werden, kann niemand im Voraus genau sagen, wer die Domain später bekommen wird.

Zwei .ch Anbieter sind:

weitere Anbieter für .com/.net/.org/.info usw:

  • snapnames.com
  • afternic.com
  • godaddy.com
  • namejet.com
  • usw.

Registrieren und umschauen sind auf catch.info und realtime.at kostenlos.
Auch hier gilt natürlich: nicht übertreiben mit den Käufen. Auch in solchen Listen ist viel Müll dabei, und bei guten Domains ist man meistens nicht der einzige Bieter.

Viel Spass!

Hier geht’s zum Teil 8 – Domain Glossar

Domainhandel Grundwissen Teil 6 – Domainpreise und Bewertung

Nun wird es Zeit für den nächsten Teil dieser kleinen Domain-Einführung.

Das Thema Domainpreise ist heikel und auch in Fachkreisen oftmals umstritten.
Da werden teilweise in den Augen von professionellen Domainern wertlose Domains für hohe Beträge verkauft, und andere Domains, deren Wert auf einen fünf- oder sechsstelligen Betrag geschätzt wird, verstauben im Portfolio.

Eins vorab: Es gibt keine verbindliche Formel zur Berechnung der Domainpreise. Auch können Domains bisher nicht wie Land gepfändet oder als Sicherheit für ein Darlehen angegeben werden. Dafür ist der Markt noch zu jung und instabil. Jedoch können verschiedene Instrumente zur Beurteilung einer Domain zu Hilfe genommen werden. Dazu zählen:

  • veröffentlichte Domainpreise bereits verkaufter Domains
  • Angebot/Nachfrage (Google Keyword Tool, andere Endungen, Varianten)
  • Bereits erhaltene Gebote
  • Bewertung der Domain durch erfahrene Domainer, zB. in Foren
  • Ausserdem sind bei einer Insolvenz Domain-Versteigerungen möglich

Kostenlose Bewertungstools wie Adresso usw. sind leider nutzlos und weichen erheblich vom eigentlichen Verkaufspreis ab. Sedos Preisvorschläge sind ebenfalls nicht zuverlässig, allerdings basieren diese auf bisherigen Domainverkäufen und können bei der Preisfindung helfen, wenn man sich unsicher ist. Aber schlussendlich gilt, eine Domain ist immer nur soviel Wert, wie der Käufer dafür zu zahlen bereit ist.
Ausserdem können bei Domains auch Kriterien wie Domain History (Vorbesitzer), Alter, PageRank und Backlinks berücksichtigt werden. Eine alte Domain die noch einige Backlinks aufweist und lange aktiv war, kann einen höheren Verkaufspreis erzielen als eine neu registrierte Domain.

Wie bewerte ich also eine Domain?
Grundsätzlich bin ich der Meinung, dass die meisten, vorallem neu registrierten Domains zu einem Preis unter Fr. 1000.- verkauft werden sollten. Solche Domains haben nur geringen Aufwand generiert und hätten den Kunden, wenn wir sie nicht registriert hätten, nur die Registrierungsgebühren gekostet. Wir verrechnen dem Kunden also eher die Idee zur Domain, als die Domain selbst.
Davon ausgeschlossen sind Trendnamen wie Smartphone etc., die jetzt registriert werden aber vielleicht erst in 5 Jahren an Wert gewinnen. Bei solchen Domains ist die Nachfrage höher, und es können Angebote verglichen werden.

Ich persönlich bin sogar der Meinung, dass einen Domain entweder Null oder mind. Fr. 500.- kosten soll. Preise unter 500.- bezeichne ich als Schadensbegrenzung, um die verlorenen Registrierungsgebühren wieder zurückzugewinnen. Aber wenn man für eine Domain keine 500.- bekommt, kann man sie meiner Meinung nach auch gleich wieder löschen.

Dann gibt es die gesnappten Domains. Hier hatte man bereits einige Ausgaben (vielleicht war man nicht der einzige Bieter und hat Fr. 200.- für die Domain bezahlt). Diese können, wenn das Keyword gut ist, für Fr. 500.- bis Fr. 5000.- verkauft werden. Natürlich nicht alle, aber wer snappt schon eine wertlose Domain.

Gerade in der Schweiz gibt es nicht viele Domains, die einen Wert über Fr. 5000.- haben.
Natürlich gibt es gute Verkäufer, die sicher einen höheren Gewinn mit Domains erzielen. Und wenn man genug Geduld hat, bis sich der richtige Käufer meldet, kann man ebenfalls mehr Gewinn aus einer Domain schöpfen.
Ich persönlich würde das aber nur mit Domain “Schätzen” so handhaben. Standarddomains verkaufe ich meistens ohne zu zögern für unter Fr. 2000.-.

Um einen Eindruck erzielter Domainpreise zu gewinnen, weiter unten eine Liste bisheriger veröffentlichter Verkäufe von .ch Domains. Wie man daraus sieht, werden die meisten Domains zwischen Fr. 500.- und 1500.- verkauft.

Als Übung kannst du ja mal ein paar Preise schätzen und unten kontrollieren:

Lernprogramme.ch

Krawattenshop.ch

spr.ch

waescherei.ch

led.ch

Na, wie gut warst du?

.ch Domainpreise 2013 (Preise in Euro)
ges.ch 1699
qualis.ch 850
pflegehilfe.ch 950
unternehmerzentrum.ch 1250
power-shop.ch 850
fellas.ch 760
vorkindergarten.ch 1000
raum.ch 980
ftw.ch 950
wineworld.ch 850
team-building.ch 760
catalyst.ch 1500
nikis.ch 950
mellon.ch 850
restless.ch 850
workbook.ch 800
merchandise.ch 2500
zabel.ch 2000
prozessfinanz.ch 800
spr.ch 1850
einfachbesser.ch 1000
founders.ch 850
uhrcenter.ch 750
virtue.ch 700
freudenhaus.ch  1490
1001.ch 1900
sanuk.ch  955
vista.ch 4000
champ.ch 850

.ch Domainpreise 2012 (Euro)

matik.ch 11000
torrentz.ch 3000
bestattung.ch 2550
swisstel.ch 1500
certus.ch 850
gastro-shop.ch 700
fireplace.ch 700
i-net.ch 750
webshops.ch 5000
fantastic.ch 2500
historie.ch 1500
bifidus 1000
kaserne 950
styler 950
e-zigi.ch 950
startup24.ch 950
lernprogramme.ch 2900
shine.ch 1200
repay.ch 1000
silena.ch 1000
familybanking.ch 714
carmedia.ch 1500
hardwareversand.ch 1000
wildspezialitaeten.ch 900
mcqueen.ch 1250
krawattenshop.ch 1000
weinonline.ch 850
kmg.ch 1500
atz.ch 1000
moo.ch 1000
vba.ch 800
bza.ch 1500
ecu.ch 744
1tv.ch 3720
lvp.ch 12000
whi.ch 14000 gbp
lcn.ch 1550
wvp.ch 1250
tpo.ch 1850
mdh.ch 1500
chd.ch 1000
laola.ch 1250
evite.ch 850
realdeal.ch 7000
ausstellungskueche.ch 950
konfliktloesung.ch 850
doppelpunkt.ch 850
klinischehypnose.ch 750
redpoint.ch 850
alpen.ch 8000
rechtsdienst.ch 2000
life24.ch 700
bicycle.ch 3000
ferienhaus-ferienwohnungen.ch 2200
shamballa.ch  950
mybudget.ch 850
turm.ch 1850
spitalwalenstadt.ch 1500
ccleaner.ch 1200
savourclub.ch 1000
icars.ch 1000
bodystore.ch 850
gesundheitsinformation.ch 850
chagall.ch 850
mercure.ch 2500
bodyhealth.ch 1400
vocal.ch 1200
sovag.ch 950
nordwestschweiz.ch 850
top-escort.ch 1250
expert-center.ch 800
performance-marketing.ch 700
bikershop.ch 1300
waescherei.ch 900
megadeals.ch 900
olea.ch 850
tele5.ch 950
babybox.ch 850
helmholtz.ch 750
cdm.ch 1600
ebuero.ch 1000
nura.ch 950
videoweb.ch 850
annas.ch 850
musikblog.ch 750
goldprice.ch 1700
morgan.ch 1250
windenergieanlagen.ch 1100
cybercash.ch 850
immocity.ch 1250
topdeals.ch 1250
clim.ch 850
everlast.ch 850
esoterikversand.ch 850
creartis.ch 5238
voyager.ch 1980
lake.ch 1850
reale.ch 950
flyuia.ch 750
activepower.ch 750
seniorenbetreuung.ch 2000
babynet.ch 850
selbstbestimmung.ch 850
easyfly.ch 850
designblog.ch 790
wasseranalyse.ch 1100
samson.ch 950
campus.ch 10000
oui.ch 2400
weinwissen.ch 985
acad.ch 985
streetone.ch 3500
beyond.ch 1850
festspiele.ch 1000
moos.ch 3000
haus-der-kommunikation.ch 1500
nlp-ausbildung + nlpausbildung.ch 1100
rennweg.ch 985
isdn.ch 750
hotsport.ch 700
primetime.ch 3000
cupidon.ch 1600
mybag.ch 1250
servette.ch 1250

.ch Domainpreise 07-11:
osp.ch 2000
aaw.ch 1500
rfo.ch 985
wfa.ch 985
grote.ch 1250
lelab.ch 1200
netbuy.ch 985
delice.ch 985
birk.ch 985
resco.ch 985

Top Deals:

onyx.ch    € 45.143,-
swisstv.ch    € 35.508,-
work.ch    € 20.000,-
finanzen.ch    € 19.000,-
kreuzfahrten.ch    € 15.000,-
sexe.ch    € 12.500,-
tracker.ch    € 12.500,-
heidi.ch    € 11.000,-
best.ch    € 10.927,-
titten.ch    € 10.500,-
bildung.ch    € 10.000,-
led.ch    € 10.000,-

Gute Verkäufe unter .de:

kredit.de     2008     892.500,00 €
poker.de     2007     695.000,00 €
aktien.de     2011     500.000,00 €
casino.de     2008     400.000,00 €
software.de     2010     238.000,00 €
arbeitsmarkt.de     2008     200.000,00 €
flatrate.de     2009     160.000,00 €
outlets.de     2007     150.000,00 €
sec.de     2010     136.850,00 €
newbrand.de     2010     120.000,00 €
free-sms.de     2010     115.000,00 €
hardware.de     2009     106.000,00 €
website.de     2010     101.000,00 €
suchmaschinenoptimierung.de     2008     84.000,00 €
pv.de     2010     80.000,00 €
städtereisen.de     2007     73.500,00 €
büromöbel.de     2009     69.000,00 €
deals.de     2008     65.500,00 €
seereise.de     2009     59.500,00 €
ärzte.de     2007     56.000,00 €
devisen.de     2010     55.930,00 €
designer.de     2007     54.000,00 €
grafikkarte.de     2009     52.360,00 €
reisebüro.de     2009     50.000,00 €
ug.de     2010     50.000,00 €
seo.de     2008     48.000,00 €
unterwaesche.de     2011     39.999,00 €
fab.de     2011     37.000,00 €
frage.de     2011     35.000,00 €
gps.de     2011     35.000,00 €

Quellen:

Thedomains.com

Domainnamenews.com

Domainnews.com

Domainquadrad Preisspiegel

Goldnames.com

cctldinvestors.com

 

Wie du siehst, wird nur mit den Rosinen einen wirklich guten Preis erzielt. Wenn du also denkst, dass du für deine “www.gratis-filme-im-internet.ch” einen Käufer findest, der dir mehr als Fr. 0.- dafür bezahlt, brauchst du entweder unendlich Geduld oder bist ein Verkaufsgenie.

Das wichtigste ist, realistisch bleiben. Die obige Liste sagt uns zum Beispiel:
Domains wie kredit.ch, aktien.ch oder gps.ch = super
Domains wie Webshops.ch, Lernprogramme.ch, Moos.ch = gut

Domains wie Festspiele.ch, Weinwissen.ch, Babynet.ch und Bikershop.ch = verkaufbar, meist für unter 1000.-

Domains wie “wetterdienst24-online.ch” = nicht auf der Liste, meist wertlos

Fazit:

Die eigenen Domains werden meistens überschätzt, da man sich bei der Registrierung etwas überlegt hat, was aber aus Käufersicht vielleicht nicht wichtig ist (Urlaubshotels-online.ch kann ersetzt werden mit “Ferienhotels-online” usw.). Daher sollte man immer versuchen, neutral zu bewerten, ähnliche Domains zu vergleichen und vielleicht in Foren dritte nach Rat zu fragen. Du darfst aber nicht enttäuscht sein, wenn 9 von 10 Mitgliedern dir sagt, dass die Domain lieber gelöscht werden sollte. Denn zu 90% haben sie damit recht.
Tools wie Adresso usw. sind wertlos, lieber bisherige Domainverkäufe ansehen, bei Sedo die Angebote anderer Verkäufer beobachten und mit direkten Kundenanfragen Angebote einholen.

Hier geht’s weiter mit dem Thema Domain Ankauf / Snapping

Domainhandel Grundwissen Teil 5 – Domain Verkauf

Verkauf von Domains

Wir kommen nun (endlich) zum wohl interessantesten Teil dieser Anleitung, dem Domainverkauf.
Obwohl ich persönlich im Domainbusiness das suchen guter freier Domains auf Droplisten oder aus dem Kopf, das durchsehen neuer Verkaufslisten von Domainhändlern oder das prüfen von expired Domains genauso spannend (wenn nicht noch spannender) finde, ist der gewinnbringende Verkauf der Domains eigentlich Ziel und Zweck des ganzen Aufwandes.
Natürlich gibt es auch Sammler, die ihre Schätze aufbewahren und um keinen Preis hergeben wollen. Ich finde jedoch, man muss sich in diesem Business trennen können, denn mein Ziel ist Geld verdienen und nicht mir als Hobby eine schöne Sammlung aufzubauen (da würde ich lieber Briefmarken sammeln, die haben keine jährlichen Gebühren).
Sagen wir, du startest mit einem kleinen Portfolio an .ch Domains mit 100 Domains und hast diese zu je 17.- bei Switch.ch registriert. Du musst also im Jahr mindestens eine Domain für Fr. 1700.- verkaufen, um die Gebühren bezahlen zu können. Oder eine Domain pro Monat für Fr. 142.-. Das hängt etwas von der Qualität der Domains ab. Die Chance, mehrere Domains günstig verkaufen zu können ist sicher grösser, als eine Domain für 1700.- zu verkaufen. Aber welche Strategie man anwenden will, ist jedem Domainer selbst überlassen. Wenn man sich auf hochwertige Keyworddomains wie Auto.ch usw. konzentriert, genügt vielleicht auch ein Verkauf pro Jahr, um davon leben zu können. Aber dies erfordert ein gewisses Startbudget und Erfahrung. Zum Einkauf von Domains kommen wir noch in einem späteren Teil.

Potentielle Kunden finden und kontaktieren

Wir haben nun also eine Domain registriert, die gutes Suchvolumen aufweist, alle Alternativen und weiteren Endungen vergeben sind und nicht im Markenregister geschützt ist. Wir finden, dass die Domain verkaufspotential aufweist und möchten diese verschiedenen Kunden zum Verkauf anbieten.
Wie finden wir nun die richtigen Kunden, für welche die Domain interessant sein könnte?

1. Domainbörsen / Domain Handelsplätze

Als erstes wird die Domain auf Domainbörsen eingetragen. Die bekannteste und grösste Plattform ist Sedo, zusätzlich gibt es einige kleinere Handelsplätze wie zum Beispiel Domainspot.ch. Die Eintragung ist kostenlos und kann jederzeit rückgängig gemacht werden.
Wenn die Domain zB. auf Sedo geparkt wurde, wird der Interessent direkt auf der Seite auf den Verkauf hingewiesen und kann den Verkäufer über Sedo kontaktieren.
Als Preisvorgabe kann bei der Einstellung einer Domain entweder eine Verhandlungsbasis (empfehlenswert für Neulinge) oder ein Festpreis definiert werden. Sedo schlägt eigene Preisvorschläge vor, die jedoch völlig unverbindlich sind. Freu dich also nicht wenn als Vorschlag 2999.- angegeben wird. Nur wenige Domains werden auf Sedo für mehr als 1000.- verkauft.
Da auf Sedo über eine Million Domains eingetragen sind, und jährlich nur ca. 40’000 Domains verkauft werden, ist die Chance, eine mittelklassige Domain über solche Plattformen verkaufen zu können, eher gering. Aber schaden kann ein Eintrag sicherlich nicht, und wer weiss, vielleicht hast du Glück und ein Interessent stösst genau auf eine von dir eingestellte Domain.

2. Foren

Eine weitere Möglichkeit, Domains zu verkaufen, sind Foren, wo sich Domainer treffen und austauschen.
Hier müssen aber einige wichtige Aspekte beachtet werden:

  1. Meistens können Domains erst nach einer bestimmten Anzahl Beiträge oder einer Bestimmten Dauer der Mitgliedschaft zum Verkauf angeboten werden. Es wird überhaupt nicht geschätzt, wenn sich Neulinge registrieren, nur um ihre (oftmals minderwertigen) Domains anbieten zu können.
    Schreib also auch nicht irgendwelche nutzlosen Beiträge, nur um die nötige Beitragszahl zu erreichen. So machst du dich nur unbeliebt und riskierst möglicherweise eine Verwarnung.
  2. Beteilige dich am besten einfach am Forengeschehen, teile dein Wissen (vielleicht hast du ein Spezialgebiet) mit anderen und lies dich mal durch einige Themen. Du wirst viele interessante und informative Beiträge finden. Wenn du dann findest, dass die Zeit gekommen ist, kannst du deine Domains zum Verkauf anbieten (bitte nicht gleich 50 Stück) oder von erfahrenen Mitgliedern bewerten lassen.
  3. In Domainforen sind Domainhändler anzutreffen. Nur sehr wenige Endkunden tummeln sich in solchen Foren. Domainhändler bezahlen dir keine Endkundenpreise. Viele recht gute Domains werden für unter 100.- angeboten. Erwarte also keine zu hohen Preise für deine Domains, denn die Händler wissen genau, wo sie günstige Domains einkaufen können. Deine Domain müssen sie nicht unbedingt haben.
    Zur Festlegung der Preise kommen wir später.

Zwei der bekanntesten deutschsprachigen Foren sind Consultdomain.de und Domainforum.info

Direkte Akquisition

Viele Unternehmen kennen Sedo nicht, oder suchen nicht aktiv nach Domains – einige sind zu wenig Internetaffin. Ein Maler hat eine Webseite und kennt die Vorteile einer kurzen und beschreibenden Domain vielleicht nicht. Bei einem direkten Kontakt können ihm diese Vorteile aufgezeigt werden.
Allerdings verkaufe ich persönlich Domains meistens an Interessenten, die sich etwas auskennen. Denn ein Kunde, der nichts mit der neuen Domain anzufangen weiss, fühlt sich vielleicht nach dem Kauf etwas verarscht.
Hier versuche ich, wo es geht beim Transfer und evtl. auch bei der Einrichtung zur Seite zu stehen.
Andere Unternehmen wiederum erhalten wöchentlich mehrere Domain-Angebote oder besitzen bereits ein beachtliches Portfolio, und müssen daher gar nicht aktiv nach Domains suchen.

Darum ist erfolgreichste Methode, um Domains erfolgreich verkaufen zu können, der direkte Kontakt zu potentiellen Kunden. Dieser kann telefonisch, auf dem Postweg oder per E-Mail erfolgen. Achtung bei E-Mails: in den Meisten Ländern sind unaufgeforderte Werbemails SPAM und könnten strafrechtlich verfolgt werden.
Das Telefon ist daher die bessere Variante. Auch weil der Kunde direkt reagieren muss.
Wenn ich trotzdem Mails verschicke, achte ich darauf, dass mein Absender und ein Hinweis auf die Einmaligkeit dieser Nachricht im Mail enthalten ist (zB. “Dies ist eine einmalige Kontaktaufnahme; Ihre Mail Adresse wurde auf keiner Liste eingetragen. Wenn Sie nicht interessiert sind, werden Sie betreffend der oben genannten Domains nicht mehr kontaktiert.”).

Aber wie findet man nun potentielle Interessenten?
Nehmen wir zum Beispiel das Keyword “Kredit” (Natürlich längst vergeben).
Wenn wir nach “Kredit” googeln (Seiten aus der Schweiz, denn meistens benötigt eine deutsche Firma keine .ch Domains), werden uns bereits viele potentielle Kunden angezeigt (in diesem Fall bekommen wir über 3 Millionen Ergebnisse. Zum ersten die der organischen Suche (die normalen Suchresultate), zum anderen die Firmen in den Google-Adwords Anzeigen. Für letztere kann eine gute Domain insofern interessant sein, weil sie für das Keyword “Kredit” pro Klick evtl. 5.- bezahlen müssen, und mit einer passenden Domain und einer SEO optimierten LandingPage einige Besucher auf direktem Weg (durch Type-Ins oder besserem Ranking) abholen kann.
Der Domainname an sich bewirkt zwar keine bessere Positionierung auf Google mehr, aber kann dennoch durch Type-Ins und einfacher Merkbarkeit mehr Besucher generieren. Ausserdem weckt eine solche Domain Vertrauen und fördert das Image der dahinterstehenden Firma.
Also kontaktieren wir als Erstes die AdWords-Kunden.

Die nächsten potentiellen Interessenten sind Firmen, die unter diesem Keyword in Google angezeigt werden.
Wer hier bereits an erster Stelle erscheint, ist vermutlich weniger interessiert (da er schon an erster Stelle steht), wird aber trotzdem kontaktiert.
Auch auf der zehnten Seite der Suchresultate finden wir noch potentielle Kunden, nämlich solche die mit dem Keyword noch schlecht ranken, aber trotzdem im Kreditbereich tätig sind und daher interesse haben könnten.

Dann gibt es noch Firmen, die entweder gar nicht unter diesem Keyword gelistet sind, oder (noch) keine Webseite besitzen. Solche Firmen finden wir in Verzeichnissen wie Wer liefert was usw.
Diese können teilweise nur telefonisch kontaktiert werden, könnten aber durchaus interesse an einer Domain haben, wenn sie gerade einen Internetauftritt planen, oder  im Kreditbereich expandieren möchten.

Nun müsstest du genügend potentielle Interessenten haben, um mindestens ein Angebot für die Domain zu bekommen. Wie du das Gespräch/Mail führst, ist dir überlassen. Ob du eine Preisvorstellung hast, oder ein Angebot vom Interessenten möchtest ebenfalls. Die meisten Interessenten möchten jedoch einen Richtpreis, den ich ihnen auch gebe.
Aber sei realistisch mit den Preisen. Ich sehe immer wieder Schrott-Domains die auf Domainspot.ch für über 10’000.- angeboten werden. Ich persönlich hätte ein schlechtes Gewissen und würde lieber Lotto spielen, da sind die Chancen auf einen Gewinn grösser.
Du kannst zu Beginn ruhig ein paar Domains für 100-500 Fr. verkaufen. So kommst du langsam ins Geschäft und lernst die Preise und den Markt etwas besser kennen.

Viel Erfolg!

Wie man Domainpreise festlegen kann, versuche ich im nächsten Teil zu erklären.

 

Domainhandel Grundwissen Teil 4 – Monetarisierung

Bevor wir zum Verkaufsteil kommen, möchte ich noch das Thema Monetarisierung anschneiden.
Unter Monetarisierung versteht man alles, was mit der Domain irgendwie Geld einbringt, die Registrierungsgebühren deckt und im Idealfall etwas Gewinn abwirft.

Bei einer einzelnen Domain fallen die Gebühren noch nicht ins Gewicht. Wenn man jedoch über Monate/Jahre sein Portfolio aufbaut und erweitert, summieren sich die Gebühren und können schnell 3-4-Stellig im Jahr werden.

Da man sich nicht immer auf gute Verkäufe verlassen kann, sollte man also versuchen, die Fixkosten so gering wie möglich zu halten, bzw. durch Monetarisierung einen Teil der Ausgaben wieder reinzuholen.

Welche Monetarisierungsmöglichkeiten gibt es?

Domain Parking

Dies ist die wohl bekannteste und momentan noch am Meisten verwendete Methode, um Domains zu monetarisieren. Da eine Domain sehr schnell geparkt werden kann (DNS Einträge ändern, fertig), ist der Aufwand minimal. Die Gewinne halten sich allerdings meist im Rahmen und amortisieren normalerweise knapp die Registrierungsgebühren.

Allerdings gibt es auch Ausnahmen. Gute Domains mit viel Type-In Traffic oder bestehenden Backlinks können monatlich auch 2-3-stellige Beträge abwerfen. Mit einer Projektierung kann jedoch meistens noch mehr aus der Domain geholt werden.

Wie funktioniert Domain Parking?

Das Prinzip von Parkingseiten ist einfach. Passend zum Thema des Domainnamens werden Textanzeigen auf der Seite eingeblendet. Meistens können einige relevante Keywords dazu definiert werden.
Abgerechnet wird dann pro Klick. Je mehr Besucher also auf eine dieser Anzeigen klicken, desto mehr Gewinn wird erzielt. Die Klickpreise varieren je nach Thema zwischen 0.05 und 5 Fr.
Es gibt auch Nischen, in welchen die Klickpreise noch höher sind (ich habe bereits Klicks für Fr. 25.- gesehen), dies sind jedoch seltene Ausnahmen.

Hier ein Beispiel einer geparkten Domain: Leder-Möbel.ch

Ausserdem wird bei geparkten Seiten ein Hinweis angezeigt, dass die Domain zum Verkauf steht.
Beim Klick darauf wird zur Verkaufsseite weitergeleitet (zB. auf Sedo).

Für Domainparking ist kein Webspace notwendig. Es genügt, die DNS Einträge beim Registrar (zB. Switch) auf den Parkinganbieter umzustellen, und schon ist die Domain geparkt.

Domain-Parking wird von Suchmaschinen wie Google nicht gerne gesehen. Daher werden geparkte Seiten in Suchmaschinen kaum gelistet und verlieren evtl. an Pagerank und Backlinks (wenn vorhanden).

Projektierung

Besser wäre es also, ein eigenes Projekt aufzubauen, eine kleine Miniseite zum Thema der Domain. Ich habe zum Beispiel auf www.kuredu.ch ein kleines Reiseprojekt aufgebaut, das mittlerweile auf Seite 1 in den Suchergebnissen auf Google.ch angezeigt wird. Die Besucherzahlen halten sich zwar noch in Grenzen, aber das wird sich im Frühling hoffentlich noch ändern.

Zur Erstellung solcher kleiner Projekte ist schon etwas mehr nötig.
Als erstes braucht man ein Webhosting mit Datenbank, um passende CMS Systeme zu installieren und um Bilder etc. zu speichern.

Ich empfehle dafür Hostpoint. Mit dem Smart-Abo können bis zu 50 Domains verwaltet und projektiert werden. Ausserdem kann auf Knopfdruck gleich WordPress installiert werden.

WordPress ist ein umfangreiches CMS-System für Blogs und Webseiten. Es ist leicht zu bedienen und erfordert nur wenige Grundkenntnisse. Trotzdem sind Basiskenntnisse in PHP, Html und CSS vorteilhaft.
Dank der grossen Auswahl an verschiedenen Design-Templates in WordPress ist eine Webseite in kurzer Zeit erstellt.

Achte beim Erstellen von Webseiten immer darauf, dass du keine Inhalte kopierst. Du musst alle Bildrechte besitzen. Ausserdem soll dein Text aus deiner Feder stammen. Ansonsten könnte bald Post von einem Anwalt in deinen Briefkasten flattern, was schnell teuer werden kann.

Es gibt viele Bilddatenbanken, um Bildmaterial zu erwerben:

Auch zur Erstellung von unique (einzigartigen) Texten gibt es Hilfe:

 

 

  • textbroker.de

 

 

Nun wirft die Seite aber noch keinen Gewinn ab. Darum können jetzt auf der Webseite  individuelle Textanzeigen wie zB. Google Adsense eingeblendet werden.
Zusätzlich oder alternativ gibt es Partnerprogramme (Affilates) wie zum Beispiel

Dies sind Werbenetzwerke, in welchen Kunden wie Zalando oder ebookers ihre Werbebanner zur Publikation zur Verfügung stellen.
Diese Banner kann man nun auf seiner Webseite einblenden und verdient so je nach Modell pro Verkauf oder Klick.
Auf Blogz.ch unten siehst du solche Anzeigen.

Ausserdem bietet Amazon zB. Produktdatenbanken an, mit welchen man seinen eigenen Online Shop befüllen, und pro verkaufte Artikel Geld verdienen kann.

Wenn dein Projekt fertig ist, kannst du es in allen möglichen Verzeichnissen und sozialen Netzwerken publizieren und verlinken, um Links zu sammeln und so in den Suchmaschinen nach oben zu klettern.

Mit etwas Aufwand und Budget kann aus einer ungenutzten Domain also recht schnell eine informative und ansprechende Webseite entstehen. Ausserdem steigen die Chancen, die Domain zu verkaufen, da sie bereits Traffic hat und in den Suchmaschinen gelistet wird.

Eigene Verkaufsseite

Die Dritte Möglichkeit ist eine eigene Verkaufsseite, wo die Domain zum Verkauf angepriesen wird. Dafür wird ebenfalls Webspace benötigt.

Wie die Verkaufsseite aussehen soll ist jedem freigestellt. Üblicherweise wird darauf die Domain beschrieben, und evtl. ist ein Verkaufspreis zu finden. Ausserdem sollte ein Kontaktformular oder eine Mail-Adresse als Kontaktmöglichkeit vorhanden sein.

Ich habe eine solche Verkaufsseite zB. für www.dolomiten.ch eingerichtet.

 

Fazit:

Es gibt mehrere Möglichkeiten, um eine unverwendete Domain zum Leben zu erwecken. Domainparking ist schnell gemacht, jedoch bei Suchmaschinen unbeliebt und auch für Besucher eher lästig, da diese meistens andere Inhalte erwarten.
Die Projektierung macht mehr Sinn, ist aber aufwändiger und erfordert etwas Budget und Pflege. Meistens lohnt sich aber der Initialaufwand und man kann sich über steigende Besucherzahlen freuen. Ausserdem sind die Verkaufschancen höher, wenn die Domain bereits im Google Index vorhanden sind und Traffic aufweisen.
Eine eigene Verkaufsseite bringt keine Einnahmen, ist aber die beste Möglichkeit, wenn die Domain schnell verkauft werden soll. Interessenten werden sofort auf den Verkauf hingewiesen können den Verkäufer direkt kontaktieren.
Meistens muss bei jeder Domain einzeln entschieden werden, welches Modell sich lohnt.

Im nächsten Teil geht’s dann um den Verkauf der Domains.

Domainhandel Grundwissen Teil 3 – Die richtigen Domains registrieren

So, nun kennst du also die wichtigsten Regeln für den Domainhandel.
Befolge diese und du kannst nachts garantiert ruhiger schlafen.

Es gibt viele verschiedene Faktoren, die eine gute Domain ausmachen.

Welche Endung?

Es gibt mittlerweile sehr viele verschiedene Domain-Endungen. Diese werden in verschiedene Kategorien unterteilt:

  • ccTLD (country-code top-level domains)
  • IDN ccTLD (internationalized country-code top-level domains)
  • gTLD (generic top-level Domains)
  • sTLD (sponsored top-level Domains)

Die beliebtesten Endungen sind .com, .net und .org, gefolgt von .info, .de, eu, biz usw.

In diesem Jahr sollen ausserdem viele weitere neue Endungen auf den Markt gebracht werden, die sogenannten nTLDs, die neuen TLDs. Zum Beispiel .shop, .fashion, .art usw.
Die dafür verantwortliche Stelle ICANN hatte bisher einige Probleme und hat den Starttermin für diese Endungen bereits verschoben.

Ich persönlich konzentriere mich vorallem auf .ch Domains, einfach weil hier die Kunden am nahsten sind und ich mich damit am besten auskenne. Auch in den Blogbeiträgen werde ich vorallem .ch Domains behandeln. Die meisten Grundlagen gelten aber auch für andere Endungen.

Ein gutes Tool zum prüfen, mit welcher Endung das Keyword noch frei ist, findest Du hier.
Ich nutze dieses Tool, registriere die Domains jedoch anderswo, da UD recht teuer ist.
Für .ch Domains genügt eine Abfrage bei Switch (der Vergabestelle für .ch Domains). Dort sieht man direkt ob die Domain noch frei ist und kann sie bei bedarf gleich registrieren.

Finger weg von Exoten

Es reizt natürlich, wenn man sieht dass “fahrzeug.me” oder oder “keyword.mx” noch frei sind. Für Anfänger gilt jedoch: konzentriere dich auf gängige Endungen wie .ch, .com, .de usw.
Denn exotische TLD’s interessieren kaum jemanden, und meistens erzielen solche auf Google auch kein gutes Ranking. Spar dir also die Registrierungsgebühren.

Gute Domains

Gute Domains sind meist kurz, einprägsam und beschreiben das Angebot der Webseite.
Ein Beispiel für eine gute Domain wäre Internet.com, Kredit.org, Auto.de usw.
Diese sind nicht nur leicht zu merken, sondern wecken auch Vertrauen (auf Wohnung.ch muss einfach eine gute Webseite für Wohnungen sein). Ausserdem gibt es immer noch viele Internetnutzer, die eine URL (Domainname) direkt in der Browserzeile eingeben, und so direkt auf der besagten Webseite landen. Diese Besucher nennt man “Type-Ins”.

Natürlich sind diese Domains alle bereits vergeben oder werden für 6-7-stelligen Beträge verkauft.

Suchvolumen

Einer der Wichtigsten Faktoren ist das monatliche Suchvolumen bei Google.
Je öfter ein Keyword in Google gesucht wird, desto beliebter und bekannter ist es bei Besuchern.
Machen wir einen Test:
öffne das Google Keyword Tool. Wenn Du einen Google-Account hast, kannst Du dich einloggen, um zusätzliche Informationen über Klickpreise zu erhalten.
Fangen wir mit dem Keyword “Auto” an. Wir konzentrieren uns bei dem Beispiel auf die Schweiz.

Ermittlung des exakten lokalen Suchvolumens für ein Keyword

Ermittlung des exakten lokalen Suchvolumens für ein Keyword

Die wichtigsten Einstellungen sind rot umrahmt. WICHTIG: bei den Übereinstimmungstypen immer die Option [Exakt] auswählen. Diese Option schliesst Varianten aus und zeigen das wirkliche Suchvolumen für das Keyword an, ohne “Auto kaufen”, “Auto Zürich”, “Autoverwertung” etc.
Auch wenn die Zahl mit der Einstellung erheblich schrumpft, nur so kann das echte Suchvolumen ermittelt werden.

Für .ch Domains wähle ich als Standort natürlich “Schweiz” aus, denn nur wenige Besucher aus dem Ausland suchen nach Schweizer Webseiten.

Die monatlichen globalen Suchanfragen zeigen die Anfragen für das Keyword weltweit an. Bei der Suche nach einem guten Keyword für eine internationale TLD wie .com oder .org ist diese Zahl relevant.

Für unsere .ch Domains sind jedoch die lokalen Suchanfragen massgebend. In unserem Beispiel suchen monatlich also über 18’000 Personen nach dem Keyword “Auto”.
Ausserdem ist der Wettbewerb “Hoch”, was bedeutet dass viele Unternehmen zu diesem Keyword Google-Anzeigen (Adwords) schalten und möglicherweise an einer Domain mit passendem Keyword interessiert sein könnten.

Nun nehmen wir als zweites Beispiel “Auto-Händler24″. Probier es aus und entscheide dann, ob diese Domain potential hat oder nicht.
Diese Domain hätte gleich vier negative Aspekte:

  • Null Suchvolumen: niemand sucht nach “Auto-Händler24″. Für eine Firma wäre sehr viel Marketing nötig, um diesen Namen zB. als Marke etablieren zu können.
  • Bindestrich: Autohändler wird meistens zusammen geschrieben. Bindestriche machen zwar in Domains ab und zu Sinn, sind jedoch eher unbeliebt. Wenn sich ein Online Marketer zwischen “Parfumshop” und “Parfum-Shop” entscheiden muss, wird er die Variante ohne Bindestrich wählen. Ideal ist natürlich, beide zu besitzen.
  • Umlaut (IDN) in der Domain: Umlaute stellen für Browser zwar kein Problem mehr dar, Mail-Programme haben jedoch nach wie vor mühe mit solchen Domains umzugehen. Es wird daher empfohlen, wo möglich die Version ohne Umlaute zu wählen, und die Umlautversion evtl. zusätzlich zu sichern. Beliebte Keywords wie “Häuser” oder “Fahrräder” können natürlich trotzdem registriert/gekauft werden. Diese finden bestimmt einen Käufer
  • “24” am Schluss: Für Online-Shops hat sich die “24” etabliert. Jedoch meistens als Notlösung, weil das Haupt-Keyword bereits vergeben ist. Statt “Parfum.ch” wird einfach “Parfum24.ch” registriert. Die “24” macht allerdings nicht immer Sinn, und es werden keine hohen Summen für solche Zusätze bezahlt.

Objektiv überlegen

Überleg dir beim aussuchen der Keywords auch immer, ob diese Domain wirklich jemand interessieren könnte, bzw. ob die Domain für ein Unternehmen einen Mehrwert bringt.
Natürlich könnte “Akupinado” für ein Web-Portal genutzt werden, aber ob sich wirklich jemand dafür entscheidet? Die Chance ist etwa gleich hoch wie ein Lottogewinn…
Dabei ist es wichtig, sich wirklich seriös Gedanken zu machen und nicht in einen Registrierungsrausch zu gelangen. Bei den Meisten noch freien Domains gibt es einen Grund, warum sie noch frei sind oder gelöscht wurden. Sie wurden entweder nicht verwendet (warum sollte man sie jetzt plötzlich wollen, wenn Du sie besitzt), oder sie wurde gelöscht weil man sie nicht verkaufen konnte.
Die Schwierigkeit liegt also darin, die Rosinen auszupicken und sich auf Nischendomains zu fokussieren.

Eine Liste mit vielen freigewordenen Domains findest Du regelmässig in meinem Blog.
Es gibt noch einige weitere Seiten, die sogenannte “Droplists”, also freigewordene Domains, auflisten.
Einfach mal Google fragen. Oft sind ein paar schöne Domains dabei, die jedoch auch schnell wieder besetzt werden.

Die grösste (vor)Arbeit liegt also darin, Keywords zu finden die in einer bestimmten Branche üblich und beliebt sind, jedoch noch nicht vergeben, weil sie vielleicht neu sind oder in der Branche bisher weniger auf Domains geachtet wurde.

Hast Du nun einige potentielle Keyowords gefunden?
Dann lass uns prüfen, ob die Domains wirklich etwas taugen. Du kannst deine Keywords auf folgende Kriterien checken:

- Wie hoch ist das lokale Suchvolumen (Exakt)?

Im Normalfall gilt: je höher das SV (Suchvolumen), desto grösser die Chance auf potentielle Interessenten. Allerdings gibt es Ausnahmen. Ein Beispiel: “Kartoffelgratin” hat 4400 lokale Suchanfragen. Ideal geeignet als Inhalt wäre eine Seite über Rezepte für Kartoffelgratin.
Es wird kaum eine grosse Firma geben, die diese Domain gerne hätte. Ausserdem gibt es nur eine Werbeanzeige zu diesem Keyword. Der Wettbewerb ist also niedrig und es wird kaum Interessenten geben.

- Sind andere TLD’s vergeben?

Prüfe mit dem Tool, ob andere Endungen bereits vergeben sind. Ist dies nicht der Fall, hast du entweder extremes Glück und noch niemand ist bisher auf diesen Domain-Schatz gestossen, oder aber, und das ist der wahrscheinlichere Fall, die Domain ist doch nicht so gut wie du gedacht hast.

- Preise bei SEDO?

Prüfe auf der Domainbörse SEDO.de, ob das Keyword unter anderen Endungen zum Verkauf angeboten wird. Wenn ja, zu welchem Preis? Gibt es Gebote für andere TLDs?
Wenn viele Endungen zum Verkauf angeboten werden und keine Gebote vorhanden sind, ist es meist kein gutes Zeichen. Die Domainhändler sitzen auf der Domain oder haben zu hohe Preisvorstellungen.
Diese Informationen helfen später, eine Preisvorstellung für den Verkauf zu finden.

- gibt es Varianten des Keywords?

Schaue ausserdem, ob Varianten (Einzahl/Mehrzahl, Umlaut, andere Schreibweise, Synonyme, Bindestriche) besetzt sind und ob diese zum Verkauf angeboten werden.
Wenn viele Varianten von Endkunden verwendet werden, ist die Chance höher, auch deine Variante mit Gewinn verkaufen zu können.

- und zum Schluss: Markenrechte?

Spricht bisher alles für eine gute Qualität des Keywords? Dann prüfe zum Schluss noch die Markenrechte. Auf www.swissreg.ch findest Du alle Marken und Patente, die in der Schweiz eingetragen wurden.

Wenn kein Eintrag vorhanden ist, kannst du die Domain registrieren, und dich über deine neuste Errungenschaft freuen.
Achte aber darauf, dass du nicht in einen Registrierungs-Rausch gerätst und 10 Domains pro Tag registrierst. Die Kosten werden dich sonst einholen, bevor du die erste Domain verkauft hast.

Gerne kannst du deine Schätze in den Kommentaren posten.

Im nächsten Teil geht’s um die Suche von potentiellen Käufern.

Viel Erfolg!

 

Domainhandel Grundwissen Teil 2 – Regeln

Hier nun wie versprochen einige Basics zum Domainhandel für Anfänger.

Als erstes ein paar wichtige Grundregeln:

1. Markenschutz:

Das wichtigste: verletzen Sie keine Namens-, Marken oder sonstige Kennzeichungsrechte. Namen wie swisscom-online.ch oder cabelcom.ch klingen zwar verlockend, jedoch ist damit kein Geld zu verdienen und eher mit einer Abmahnung zu rechnen, was wiederum Kosten verursacht. Für den Domainhandel sind in der Regel nur eigene Vor-/Nachnamen, allgemein beschreibende Begriffe und Phantasiebegriffe geeignet.

2. keine Namen von Prominenten

Private Vor- und Nachnamen sind namensrechtlich geschützt.
Auch bei der Einrichtung einer Fansite sollte man vorab sein Idol kontaktieren und um eine schriftliche Genehmigung bitten.

3. keine Titel von Zeitschriften, Filmen, Software

Auch Namen von TV Sendungen, Büchern und Filmen stehen unter einem Werktitel-Schutz.
Also Finger weg von “Twilight-Film” oder “Dschungelcamp”.

4. keine Städtenamen und Kfz-Kennzeichen

Registriere keine Namen von Städten oder Gemeinden. Diese stehen der jeweiligen Gemeinde zu.
Es wäre schade um die Registrierungsgebühren, wenn man Dir diese Domains wieder wegnehmen würde.

5. keine Bezeichnungen von staatl. Einrichtungen

Auch Namen von staatlichen Einrichtungen (Finanzamt, Militär, Zivildienst etc.) sind gefährlich.
Wenn der Staat eine Domain für sich beansprucht, sind die Chancen auf einen Gewinn für Dich gering.

6. keine Tippfehler-Domains

Auch um Domains wie “Immobillien” usw. sollte man einen Bogen machen. Inhaber versuchen mit solchen Schreibfehler-Domains oft, die Besucherzahl auf ihrer Seite zu steigern.
Alerdings wird Dir niemand eine solche Domain abkaufen, und ausserdem kann es auch bei Domainnamen wie “Gooogle” usw. markenrechtliche Konsequenzen geben.

7. Handel nur mit “ungefährlichen” Domains

Es bleiben Dir noch einen Haufen weiterer ungefährlicher Domains zum Handeln übrig.
Wenn Du diese Regeln befolgts, bist Du auf der sicheren Seite.

Eine Ausführliche Beschreibung der 7 goldenen Domain-Regeln findest Du hier

Hier geht’s weiter mit dem dritten Teil, wo erklärt wird worauf beim finden neuer (freier) Domains zu achten ist.

Domainhandel Grundwissen Teil 1 – Einleitung

Für viele Internetnutzer ist der Domainhandel noch Neuland, und Domainhändler sind Abzocker, die aufs schnelle Geld aus sind. Was aber mittlerweile jeder wissen sollte: Gute Domains sind hart umkämpft und nach wie vor sehr gefragt. Gerade wegen der Seltenheit guter Domains und wegen ihrer einfachen Merkbarkeit oder Beschreibung werden oft hohe Summen für den Transfer solcher Schätze bezahlt.Um jedoch an solche Domains zu gelangen, muss man Heutzutage selber viel Geld in die Hand nehmen. Glück genügt bei weitem nicht mehr, da es mittlerweile viel professionelle Snapdienste wie www.snapnames.com oder www.catch.info gibt, die eine Domain innert Milisekunden für ihre Kunden schnappen, sobald sie vom Vorbesitzer gelöscht wird.
Da der Domainmarkt mittlerweile seit fast 20 Jahren existiert (die erste jemals registrierte Domain war übrigens nordu.net, 1985 Quelle: Wikipedia), haben Firmen und Händler die besten Domains schon lange für sich reserviert.
Dank neuen Trends und Innovationen (Blu-Ray, LED TV usw.) und Fantasie-Namen ist der Markt aber noch lange nicht erschöpft. Neueinsteiger können mit Nischendomains immer noch gutes Geld verdienen und so langsam eine Existens aufbauen.
Allerdings sind dafür einige Grundkenntnisse und viel Arbeit erforderlich. Denn ohne Fleiss kein Preis gilt bei jeder beruflichen Tätigkeit, und der Domainhandel bildet hier keine Ausnahme.Die Grundkenntnisse möchte ich euch hier erläutern.

Eines noch vorab: Ich persönlich handle seit ca. 2012 mit Domains und kann noch lange nicht davon leben. Neben meiner Festanstellung bringt er mir aber ein schönes Taschengeld, um mir kleine Träume zu erfüllen oder um in Domains zu investieren.

Ich werde hier in den nächsten Wochen über folgende Themen schreiben:

  • Domain-Regeln
  • gute Domains registrieren / kaufen
  • Monetarisierung
  • Verkauf
  • Ankauf
  • Snapping
  • Glossar

Alles weitere gibt’s im nächsten Beitrag.