Domainhandel Grundwissen Teil 4 – Monetarisierung

Bevor wir zum Verkaufsteil kommen, möchte ich noch das Thema Monetarisierung anschneiden.
Unter Monetarisierung versteht man alles, was mit der Domain irgendwie Geld einbringt, die Registrierungsgebühren deckt und im Idealfall etwas Gewinn abwirft.

Bei einer einzelnen Domain fallen die Gebühren noch nicht ins Gewicht. Wenn man jedoch über Monate/Jahre sein Portfolio aufbaut und erweitert, summieren sich die Gebühren und können schnell 3-4-Stellig im Jahr werden.

Da man sich nicht immer auf gute Verkäufe verlassen kann, sollte man also versuchen, die Fixkosten so gering wie möglich zu halten, bzw. durch Monetarisierung einen Teil der Ausgaben wieder reinzuholen.

Welche Monetarisierungsmöglichkeiten gibt es?

Domain Parking

Dies ist die wohl bekannteste und momentan noch am Meisten verwendete Methode, um Domains zu monetarisieren. Da eine Domain sehr schnell geparkt werden kann (DNS Einträge ändern, fertig), ist der Aufwand minimal. Die Gewinne halten sich allerdings meist im Rahmen und amortisieren normalerweise knapp die Registrierungsgebühren.

Allerdings gibt es auch Ausnahmen. Gute Domains mit viel Type-In Traffic oder bestehenden Backlinks können monatlich auch 2-3-stellige Beträge abwerfen. Mit einer Projektierung kann jedoch meistens noch mehr aus der Domain geholt werden.

Wie funktioniert Domain Parking?

Das Prinzip von Parkingseiten ist einfach. Passend zum Thema des Domainnamens werden Textanzeigen auf der Seite eingeblendet. Meistens können einige relevante Keywords dazu definiert werden.
Abgerechnet wird dann pro Klick. Je mehr Besucher also auf eine dieser Anzeigen klicken, desto mehr Gewinn wird erzielt. Die Klickpreise varieren je nach Thema zwischen 0.05 und 5 Fr.
Es gibt auch Nischen, in welchen die Klickpreise noch höher sind (ich habe bereits Klicks für Fr. 25.- gesehen), dies sind jedoch seltene Ausnahmen.

Hier ein Beispiel einer geparkten Domain: Leder-Möbel.ch

Ausserdem wird bei geparkten Seiten ein Hinweis angezeigt, dass die Domain zum Verkauf steht.
Beim Klick darauf wird zur Verkaufsseite weitergeleitet (zB. auf Sedo).

Für Domainparking ist kein Webspace notwendig. Es genügt, die DNS Einträge beim Registrar (zB. Switch) auf den Parkinganbieter umzustellen, und schon ist die Domain geparkt.

Domain-Parking wird von Suchmaschinen wie Google nicht gerne gesehen. Daher werden geparkte Seiten in Suchmaschinen kaum gelistet und verlieren evtl. an Pagerank und Backlinks (wenn vorhanden).

Projektierung

Besser wäre es also, ein eigenes Projekt aufzubauen, eine kleine Miniseite zum Thema der Domain. Ich habe zum Beispiel auf www.kuredu.ch ein kleines Reiseprojekt aufgebaut, das mittlerweile auf Seite 1 in den Suchergebnissen auf Google.ch angezeigt wird. Die Besucherzahlen halten sich zwar noch in Grenzen, aber das wird sich im Frühling hoffentlich noch ändern.

Zur Erstellung solcher kleiner Projekte ist schon etwas mehr nötig.
Als erstes braucht man ein Webhosting mit Datenbank, um passende CMS Systeme zu installieren und um Bilder etc. zu speichern.

Ich empfehle dafür Hostpoint. Mit dem Smart-Abo können bis zu 50 Domains verwaltet und projektiert werden. Ausserdem kann auf Knopfdruck gleich WordPress installiert werden.

WordPress ist ein umfangreiches CMS-System für Blogs und Webseiten. Es ist leicht zu bedienen und erfordert nur wenige Grundkenntnisse. Trotzdem sind Basiskenntnisse in PHP, Html und CSS vorteilhaft.
Dank der grossen Auswahl an verschiedenen Design-Templates in WordPress ist eine Webseite in kurzer Zeit erstellt.

Achte beim Erstellen von Webseiten immer darauf, dass du keine Inhalte kopierst. Du musst alle Bildrechte besitzen. Ausserdem soll dein Text aus deiner Feder stammen. Ansonsten könnte bald Post von einem Anwalt in deinen Briefkasten flattern, was schnell teuer werden kann.

Es gibt viele Bilddatenbanken, um Bildmaterial zu erwerben:

Auch zur Erstellung von unique (einzigartigen) Texten gibt es Hilfe:

 

 

  • textbroker.de

 

 

Nun wirft die Seite aber noch keinen Gewinn ab. Darum können jetzt auf der Webseite  individuelle Textanzeigen wie zB. Google Adsense eingeblendet werden.
Zusätzlich oder alternativ gibt es Partnerprogramme (Affilates) wie zum Beispiel

Dies sind Werbenetzwerke, in welchen Kunden wie Zalando oder ebookers ihre Werbebanner zur Publikation zur Verfügung stellen.
Diese Banner kann man nun auf seiner Webseite einblenden und verdient so je nach Modell pro Verkauf oder Klick.
Auf Blogz.ch unten siehst du solche Anzeigen.

Ausserdem bietet Amazon zB. Produktdatenbanken an, mit welchen man seinen eigenen Online Shop befüllen, und pro verkaufte Artikel Geld verdienen kann.

Wenn dein Projekt fertig ist, kannst du es in allen möglichen Verzeichnissen und sozialen Netzwerken publizieren und verlinken, um Links zu sammeln und so in den Suchmaschinen nach oben zu klettern.

Mit etwas Aufwand und Budget kann aus einer ungenutzten Domain also recht schnell eine informative und ansprechende Webseite entstehen. Ausserdem steigen die Chancen, die Domain zu verkaufen, da sie bereits Traffic hat und in den Suchmaschinen gelistet wird.

Eigene Verkaufsseite

Die Dritte Möglichkeit ist eine eigene Verkaufsseite, wo die Domain zum Verkauf angepriesen wird. Dafür wird ebenfalls Webspace benötigt.

Wie die Verkaufsseite aussehen soll ist jedem freigestellt. Üblicherweise wird darauf die Domain beschrieben, und evtl. ist ein Verkaufspreis zu finden. Ausserdem sollte ein Kontaktformular oder eine Mail-Adresse als Kontaktmöglichkeit vorhanden sein.

Ich habe eine solche Verkaufsseite zB. für www.dolomiten.ch eingerichtet.

 

Fazit:

Es gibt mehrere Möglichkeiten, um eine unverwendete Domain zum Leben zu erwecken. Domainparking ist schnell gemacht, jedoch bei Suchmaschinen unbeliebt und auch für Besucher eher lästig, da diese meistens andere Inhalte erwarten.
Die Projektierung macht mehr Sinn, ist aber aufwändiger und erfordert etwas Budget und Pflege. Meistens lohnt sich aber der Initialaufwand und man kann sich über steigende Besucherzahlen freuen. Ausserdem sind die Verkaufschancen höher, wenn die Domain bereits im Google Index vorhanden sind und Traffic aufweisen.
Eine eigene Verkaufsseite bringt keine Einnahmen, ist aber die beste Möglichkeit, wenn die Domain schnell verkauft werden soll. Interessenten werden sofort auf den Verkauf hingewiesen können den Verkäufer direkt kontaktieren.
Meistens muss bei jeder Domain einzeln entschieden werden, welches Modell sich lohnt.

Im nächsten Teil geht’s dann um den Verkauf der Domains.

Ein Gedanke zu „Domainhandel Grundwissen Teil 4 – Monetarisierung

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